Wer wir sind

Weltweit bestehen in 63 Ländern über 1.200 Clubs mit mehr als 30.000 Mitgliedern.

Wir legen Wert auf Vielfalt – die Mischung von Berufen, Talenten, Generationen und unterschiedlichen Sozialisationen. Zonta wurde 1919 in den USA als erste weibliche Service-Organisation gegründet. Der Name Zonta ist der Symbolsprache der Sioux Indianer entlehnt und bedeutet ehrenhaft handeln, vertrauenswürdig und integer sein. Die Gründerinnen wählten ihn als Anspruch an das eigene Handeln.

Unser Ziel ist es, Kontakte zwischen Frauen verschiedener Nationen und generell die internationale Verständigung zu fördern. Unsere Mitglieder vertreten eine hohe ethische Berufsauffassung und treten dafür ein, staatsbürgerliche, soziale und kulturelle Aufgabe zu stärken und sich für deren Erfüllung einzusetzen. Dafür haben wir auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene Programme, Projekte, Preise und Stipendien (Zonta International Foundation)

Das Zonta-Zeichen

setzt sich aus fünf Symbolen der Sioux-Indianer zusammen.

Licht

Sonnenstrahlen – ein plötzliches Aufleuchten: Inspiration.

Zusammenhalten

Sich zu einem bestimmten Zweck verbinden: durch Loyalität werden Individualisten zusammengehalten.

Gemeinsam Tragen

Ausdruck für Service, weltweite Freundschaft und Bemühen um Frieden.

Obhut/Schutz

Menschen erhalten Hilfe, Förderung und Unterstützung.

Integer und vertrauenswürdig

Anspruch an das eigene Handeln. Auch das Sioux-Wort „Zonta“ hat einen vergleichbaren Sinn

Was wir tun

Als Nicht-Regierungsorganisation (NGO) hat ZONTA International bei der UNO seit ihrer Gründung im Jahr 1945 konsultativen Status. Unsere Repräsentantinnen in New York, Genf, Wien, Paris und Straßburg nehmen die Aufgaben in verschiedenen UN-Organisationen wahr:

UN women (United Nations Women)
UNICEF (United Nations Children’s Emergency Fund)
UNESCO (United Nations Educational Scientific and Cultural Organization
UNFPA (United Nations Population Fund)
ECOSOC (Economic and Social Council)
Ilo (International Labour Organization)

Beim Europarat sind wir in verschiedenen Ausschüssen vertreten.
Außerdem besteht eine Zusammenarbeit mit der WHO (World Health Organization).

Zonta International setzt sich schon seit langem gegen Gewalt gegen Frauen ein – und das auf allen Ebenen: Club, District und International. Seit November 2012 werden diese Aktivitäten verstärkt durch die weltweite Kampagne ZONTA says NO. Die Kampagne steht im Einklang mit den Bemühungen der UN-Commission on the Status of Women für das Jahr 2013: „Elimination and prevention of all forms of violence against women and girls“.

ZONTA says NO ist gemeinsames Dach zahlreicher lokaler und regionaler Projekte zur Bekämpfung und Verhinderung von Gewalt gegenüber Frauen. Die Kampagnenfarbe orange lehnt sich an die Kampagnenfarbe von UN Women und dokumentiert die Verbundenheit von Zonta Internatihttps://zonta-rheine.de/wp-admin/post.php?post=9&action=edit#onal mit den Vereinten Nationen.

ZI Foundation

Förderung, die ankommt

Die gemeinnützige internationale Stiftung ZONTA International Foundation (ZIF) sorgt dafür, dass die Spenden von Clubs, individuellen Zontians oder Freunden von Zonta da ankommen, wo nachhaltige Hilfe gewährleistet ist.

In Kooperation mit internationalen Hilfsorganisationen wie UN women, UNICEF oder UNFPA und anderen internationalen NGOs (z.B. CARE) stellt ZIF jedes Jahr  über zwei Millionen US Dollar für Projekte zur Verfügung, die Frauen und Mädchen auf unterschiedlichste Weise unterstützen.

Beispielsweise sind dies Maßnahmen, die Zugang zu Bildung und Trainingsprogrammen ermöglichen, um höhere Einkommen und damit eine größere wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen. Andere Projekte haben eine verbesserte und bezahlbare gesundheitliche Versorgung in unterentwickelten Gebieten zum Ziel oder unterstützen Frauen beim Wiederaufbau nach Kriegs- und Krisensituationen. Selbstverständlich gehören auch gezielte Maßnahmen gegen institutionalisierte Gewalt an Frauen zu unseren Projekten (ZISVAW).

Neben karitativem Engagement ist aber auch die berufliche Förderung junger Frauen ein wesentliches Ziel von Zonta International. Hierzu weden weltweit Stipendien und Preise vergeben.

Hilfe zur Selbsthilfe

Von 1986 bis 1996 wurden kontinuierlich Selbsthilfeprojekte für Frauen in ländlichen Entwicklungsregionen von Afrika, Asien und Südamerika unterstützt. Partner war vor allem UNIFEM, der Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für die Frau. Für dieses Engagement wurde Zonta International 1993 von UNIFEM ausgezeichnet.

Projekte im Bereich Gesundheitsvorsorge werden durch den International Service Fund von Zonta International zusammen mit UNICEF gefördert:

2016 – 2018: Weiterführung des Projekts ‚Kampf gegen die Geburtsfistel in Liberia
und Verringerung der Sterblichkeit von Müttern und Neugeborenen‘ (Projektprofil(link is external)). Neu hinzu gekommen ist das Projekt ‚Lasst uns lernen in Madagaskar: Ein integriertes Programm für heranwachsende Mädchen‘ (Projektprofil(link is external)).

2014 – 2016: Weiterführung des Projekts ‚HIV-freie Generation in Ruanda‘, Verhinderung von Kinderehen in Niger, Geschlechtergerechte Schulen in Vietnam.

2012 – 2014: Weiterführung des Projekts zur Prävention der Übertragung des HIV/AIDS Virus von Mutter zu Kind in Ruanda, Weiterführung des Projektes Eliminierung der Geburtsfistel in Liberia.

2010 – 2012: Prävention der Übertragung des HIV/AIDS Virus von Mutter zu Kind in Ruanda, Weiterführung des Projektes Eliminierung der Geburtsfistel in Liberia.

2008 – 2010: Start eines Projektes zur Eliminierung der Geburtsfistel in Liberia, Kampagne gegen Kinderehe.

2006 – 2008: „Hilfe zur Selbsthilfe“ für Frauen in ländlichen Gebieten in Sri Lanka. In Zusammenarbeit mit CARE International: Ausbildung für Mädchen und junge Frauen in Bolivien.

2004 – 2008: 1. Gesundheitserziehung und Wirtschaftshilfe in Niger – gegen Aids und Armut „Women on the Move“ 2. Zugang zu Bildung und Gesundheitsfürsorge für Frauen in Afghanistan.

2000 – 2004: Eliminierung von Tetanus bei Müttern und ihren ungeborenen Kindern in Nepal und Afghanistan.

1998 – 2000: Verhinderung der Genitalbeschneidung bei Mädchen und Frauen in Burkina Faso.

Maßnahmen gegen Gewalt

1995 war der Start eines neuen, eigenständigen Service-Projektes, mit dem Zonta International dazu beitragen will, die Gewalt gegen Frauen und Kinder weltweit zu bekämpfen.

Im Biennium 2016 – 2018 werden dazu folgende Projekte unterstützt: 

  • Verhinderung von Kinderehen in Niger. Initiative für heranwachsende Mädchen in Niger: Wissen für die Würde. Projektprofil(link is external)
  • Bekämpfung des Menschenhandels und der gefährlichen Migration  in Nepal. Die Zukunft, die wir wollen: Nachhaltige Grundlagen zur Bekämpfung des Menschenhandels und der gefährlichen Migration der Frauen und Mädchen in Nepal. Projektprofil(link is external)

Frühere Projekte:

  • The Zonta International Strategies to Eliminate Violence Against Women and Children (ZISVAW) vergab 2000/2001 Grants für Schulungen in Konfliktlösungen.
  • Im Jahr 2001 liefen 16 Projekte für 12.500 Kinder in Australien, Kanada, USA, Sri Lanka und der Ukraine.
  • 2002 – 2004 gab es in Indien Programme zur Vorbeugung gegen Gewalt gegen  Frauen und Mädchen.
  • Von 2002 – 2006 unterstützte Zonta in Bosnien-Herzegovina Programme im Kampf gegen Frauenhandel. Es folgten weitere Projekte in Bhutan, Sudan und Chad.
  • Seit 2008 läuft die Aufklärungs-Kampagne ‚Safe Cities for Women‘, zur Zeit in Guatemala und San Salvador.

Begabtenförderung in der Luft- und Raumfahrtforschung

Seit 1938 gibt es den ‚Amelia Earhart Fellowship Award‘ für Forschungsarbeiten, die einen direkten Bezug zur Luft- und Raumfahrt haben. Unterstützt werden junge Wissenschaftlerinnen, die eine Promotion oder einen vergleichbaren Grad anstreben. Das Stipendium beträgt zur Zeit 6.000 US-Dollar. Frauen aus 51 Ländern haben bislang Stipendien im Gesamtwert von über vier Millionen US-Dollar erhalten. Der ‚Amelia Earhart Fonds‘ wird durch Spenden der einzelnen Clubs getragen.

Der Fonds wurde in Erinnerung an die Luftfahrtpionierin und das Zonta-Mitglied Amelia Earhart geschaffen, die 1937 bei der letzten Etappe ihrer Erdumfliegung verschollen ist. Amelia Earhart, geboren am 24. Juli 1897 in Atchinson/Kansas, war unter anderem die erste Frau, die den Atlantik überflog, einen transkontinentalen Flug unternahm und das „US Distinguished Flying Cross“ erhielt.

1997, dem Jahrestag ihres 100. Geburtstages, hat die amerikanische Pilotin Linda Finch die Etappen der Erdumfliegung 1937 in dem Flugzeugtyp nachvollzogen, den Amelia Earhart flog.

Karriere-Unterstützung für Frauen in der Wirtschaft

Seit 1998 wird der ‚Jane M. Klausman Award‘sowohl auf District-Ebene wie auch von Zonta International ausgelobt. Das internationale Preisgeld beträgt 7.000 US $, auf District Ebene sind es 1.000 US $. Jeder District hat eine Preisträgerin, international werden aus den District-Preisträgerinnen 12 international Awardees geehrt.

Angesprochen sind Studentinnen, die Wirtschaftswissenschaften oder verwandte Fächer studieren, eine Karriere im Management anstreben und hervorragende Noten vorweisen können.

Weltweit sind Frauen in Führungspositionen mit nur 10 Prozent vertreten. Die amerikanische Stifterin Jane M. Klausman, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, engagierte sich für die berufliche Karriere von Frauen in der Wirtschaft.

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Seit 1992 vergibt Zonta International den „Young Women in Public Affairs Award“.Er richtet sich an Schülerinnen der Oberstufe in weiterführenden und berufsbildenden Schulen, die sich für die Schülergemeinschaft engagieren oder eine sonstige ehrenamtliche Tätigkeit ausüben.

Der Preis wird weltweit auf Clubebene ausgeschrieben, die Gewinnerinnen nehmen an den weiterführenden Wettbewerben teil (Districtpreis 500 US-Dollar, internationaler Jahresgewinn 1.000 US-Dollar). Mit diesem Preis soll in erster Linie bisher Geleistetes gewürdigt werden. Er soll außerdem dazu ermutigen, eine verantwortliche Stellung im öffentlichen Bereich anzustreben.